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Durchgeknallt - Leseprobe -
Autor: Peter Heilmann
Eingestellt am: 04.07.2004
Dieser Text im pdf-Format: durchgeknallt.pdf (29 kByte)
Seite 7 von 7

Sie tupft ein paar Trnen weg: Entschuldigen Sie bitte. Ich geh mal schnell ins Bad, mich ein bisschen frisch machen. Ich muss ja total verheult aussehen. Dann rufe ich kurz meine Mutti an, damit die sich keine Sorgen mehr macht.
Als sie das Zimmer verlassen hat, nutzt Toni sofort die Gelegenheit: Willst Du Dich hier verewigen?
Nein, das habe ich nicht vor. In solcher Situation mssen wir aber so lange bleiben, bis ziemlich sicher ist, dass nichts mehr passieren kann, denn sonst hngt man uns spter was an. Auerdem musst Du das mal anders sehen. So lange wir hier sitzen und mit dem Muschen plaudern, bekommen wir keinen anderen Einsatz oder bist Du scharf darauf, noch eine Leichensache oder anderen Mist zu haben. Mein Bedarf ist fr heute gedeckt. Wir machen es uns jetzt hier ein bisschen gemtlich und dann ist bald Feierabend.
Sonja betritt wieder den Raum, so dass Toni nicht mehr antworten kann. Seine Meinung wre aber auch egal, da Klaus der Streifenfhrer ist und letztendlich bestimmt, wie der Einsatz abgehandelt wird. Er berlegt kurz und kommt dann zu dem Schluss, dass Klaus eigentlich Recht hat. Man kann besser hier sitzen als noch einmal in den Mist greifen. So lehnt er sich gemtlich in dem kleinen Sessel zurck und geniet seinen Sprudel.
Weber beginnt erneut das Gesprch: Jetzt sehen Sie ja wieder richtig s aus. So verschmiert und verheult konnte man gar nicht sehen, wie hbsch Sie wirklich sind.
Die junge Frau nimmt ein wenig Farbe an, lchelt verlegen und greift dann zu einem Pckchen Zigaretten: Sie machen mich ganz verlegen. Ich wei gar nicht, was ich nun sagen soll. Darf ich Ihnen eine anbieten.
Toni greift zu. Weber lehnt dankend ab: Ich bin Nichtraucher. Wie lange haben Sie Ihren Freund schon gekannt?
Sonja antwortet und bald ist eine rege Unterhaltung in Gang gekommen.
Nach fast zwei Stunden erhebt sich Weber: Nun mssen wir aber gehen. Ich hoffe sehr, dass es Ihnen jetzt wieder gut geht. Denken Sie daran, andere Mtter haben auch schne Shne.
Sie verabschieden sich mit Handschlag und verlassen die Wohnung. Die junge Frau steht am Treppenabsatz und winkt ihnen nach.
Im Streifenwagen greift Klaus zum Handfunkgert: Gibst Du mal durch. Einsatz Ende. Ich sag denen ber Zweimeter was los ist. Daniel von Daniel 3 kommen!
Daniel hrt!
Werner, wir sind hier fertig. Wir haben die Kleine beruhigt und die hat auch sofort nach unserem Eintreffen ihre Mutter angerufen damit die auch beruhigt ist.
Was habt Ihr denn da so lange gemacht? Ich dachte schon, Ihr wrt gestorben?
Du kennst das doch. Du warst doch lang genug auf der Strae im Einsatz. Da ergibt sich ein Gesprch ber Gott und die Welt und eh man sich versieht ist die Zeit vorbei. Gab es etwas Besonderes?
Nein, wir haben uns nur gewundert, dass es so lange gedauert hat.
Sei doch ehrlich, Du httest selber gerne ein junges Mdchen getrstet. Weber lacht und beendet das Gesprch.
Er wendet sich Toni zu und schaut dabei auf die Uhr: Wie spt ist es denn. Oh, gleich Feierabend. Fahr mal an eine Stille Ecke. Da schreibe ich eben den Streifenbefehl und dann fahren wir rein.




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