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(537)
Am 27.11.2011 um 16:09 Uhr schrieb vendog aus Kln (blankespapier@gmail.com):

Interessant! Ein poetischer Beamter mit so vielen Talenten ausgestattet. Die Krimis gefallen mir (I like). vendog


(536)
Am 24.11.2011 um 18:53 Uhr schrieb Stefanie Lechermann aus Oberbayern (stefanielechermann1@gmail.com):

Das Drama von Augsburg! Als ich davon hrte, harderte ich mit meiner Berufswahl ersteinmal!
Ich kann mich sehr gut in die Lage seiner Frau hineinversetzten, denn mein Freund ist selbst Polizist und war auch danach bei der Suche nach dem Mrder beteiligt. Ich wusste das er in dem Augenblick dort war, aber per SMS kam immer nur:"Ich will nicht darber reden!". Was macht man in diesem Moment? Ihn anrufen? Eine Kollegin, die mit ihm vor Ort ist, dass diese mit ihm redet? Ratlosigkeit...
Wir beide lieben diesen Beruf ber alles und das ist unser Antrieb ihn gut auszufhren, auch nach so einem sehr tragischen Vorfall.
MANCHMAL IST DAS HERZ STRKER WIE DER KOPF!
Und ersteres hat sich entschieden fr die Polizei!


(535)
Am 23.11.2011 um 13:59 Uhr schrieb Christiane Neukirch aus Mnchen (Christiane.Neukirch@br.de):

Schn, dass das jemand mal so gut formuliert! Insofern auch gut, dass die Frage von dem Leser des SZ-Magezins gestellt wurde. Ist ja doch eine irgendwie seltsame Frage: Ich glaube, niemand wrde auf die Idee kommen, einem Feuerwehmann vorzuwerfen, selbst schuld zu sein, wenn er in dem Beruf zu Tode kommt, den er gewhlt hat, und in dem er bewusst durch Einsatz seines Lebens andere rettet. Warum kommen dann solche Fragen bei Polizisten auf, die ja doch dasselbe tun wenn auch vielleicht auf andere Art? Wrde es niemanden geben, der so einen Beruf whlt, mit dem er andere schtzt, mssten wir unseren eigenen Kopf unfreiwillig in Gefahr sehen. Also sei allen Dank gesagt, die das auch noch freiwillig! tun.


(534)
Am 23.11.2011 um 12:33 Uhr schrieb Elmar Heer aus Nrnberg (elmarheer@t-online.de):

Liebe Polizei-Poeten, Kollegen und Besucher dieser Homepage,

viele dieser Geschichten hier handeln von schrecklichen, prgendenden Ereignissen, der Begegnung mit dem Leid anderer Menschen. Aber auch von eigenen Nah-Tod-Erfahrungen durch Dritte, die ein anderer Beruf so kaum mit sich bringen wrde.

Nach den schrecklichen Morden an Michele Kiesewetter 2004 und Mathias Viet im August 2011 habe ich vermehrt Kommentare hren und lesen mssen, von Na und? Schlielich hat sie/er bewusst das Risiko auf sich genommen bis Selber schuld, als Bcker wre ihm/ihr das nicht passiert.

Hierzu mchte ich einen Leserbrief aus der Sddeutschen Zeitung (Magazin vom 18.11.11, Die Gewissensfrage) mit der bemerkenswerten Antwort darauf von Dr. Dr. Rainer Erlinger zitieren:

Gewissensfrage:
Vor Kurzem wurde in Augsburg ein Polizist im Dienst erschossen. Das finde ich schrecklich, er und seine Familie tun mir sehr leid. ber den Mord wurde berall berichtet, auf Titelseiten, die Spieler des FC Bayern trugen Trauerflor deswegen. Nur: Jedes Jahr werden in Deutschland Hunderte von Menschen ermordet, ohne dass das greres Aufsehen erregt. Und Polizisten haben sicher ein hheres Risiko, gettet zu werden, das gehrt zu ihrem Beruf, den sie freiwillig ergriffen haben. Ist es nicht seltsam, den Tod eines Menschen mehr zu bedauern, weil er eine bestimmte Position hatte? Rainer S., Mnchen

Antwort:
Die Trauer um den Tod von Menschen, die man nicht kannte, ist ein eigenartiges Phnomen. Viele Millionen haben etwa um Prinzessin Diana oder Robert Enke getrauert, ohne ihr oder ihm jemals begegnet zu sein. Mit ein Grund liegt sicherlich in der medialen Prsenz des oder der Toten und des Todes. Ein Tod, ber den ausfhrlich berichtet wird, speziell, wenn man den Toten mit einem Gesicht und einer Biografie verbindet, geht emotional nher als ein anonymer Bericht ber das Ereignis oder gar eine statistische Zahl. Dies drfte auch hier der Fall sein.

Wie aber steht es um die Tatsache, dass fr Polizisten das Risiko zu ihrem Beruf gehrt und sie das Risiko freiwillig eingegangen sind? Im Hinblick auf die Person, den Menschen, der gettet wurde und dessen Tod man bedauert, darf dieser Aspekt keinen Unterschied machen. Im Hinblick auf seinen Beruf und die bernahme der Gefahr meines Erachtens schon wenn auch eher umgekehrt, als es bei Ihnen anklingt.

In seinem gerade erschienenen Mammutwerk Gewalt zeigt der Evolutionspsychologe Steven Pinker auf, dass die Gewalt in den letzten Jahrhunderten massiv zurckgegangen ist. So sei die Mordrate in den europischen Lndern seit dem Mittelalter von durchschnittlich 40 pro 100 000 Einwohner auf weniger als ein Dreiigstel des damaligen Werts gefallen. Pinker fhrt das unter anderem auch auf das erstarkte und akzeptierte Gewaltmonopol des Staates zurck und damit auf die Polizei. Bei aller gesunden und teilweise berechtigten Skepsis gegenber dem Staat, seiner Gewalt und mglichen Exzessen bedeutet das, dass die Polizisten die Gefahr stellvertretend fr die Brger bernehmen, anders ausgedrckt: ihren Kopf hinhalten. Ein Polizist mag die Aufgabe und damit das Risiko freiwillig bernommen haben, dennoch steht jeder Polizist, der im Dienst gettet wird, im weitesten Sinne weil er das Gewaltmonopol reprsentiert und ermglicht anstelle der vielen, die deshalb nicht ermordet werden. Damit aber kann man die besondere Trauer um ihn als Dankbarkeit dafr auffassen, dass er diese Gefahr auf sich genommen hat. berdies lsst sich der Angriff auf den Polizisten aber auch als Angriff auf den Staat und damit die Gemeinschaft begreifen und die gemeinschaftliche Trauer abgesehen vom Ereignischarakter als Reaktion darauf.

Dem drfte nichts mehr hinzuzufgen zu sein.


(533)
Am 17.11.2011 um 15:38 Uhr schrieb Miriam aus Kassel:

Vielen Dank fr die spannenden Texte! Ich habe alle Bcher voller Begeisterung gelesen und fhle mich mental gut vorbereitet auf mein Polizei-Studium was ich im Februar mit 31 Jahren ENDLICH beginne. Manche brauchen eben etwas lnger


(532)
Am 08.11.2011 um 23:34 Uhr schrieb David aus Braunschweig (DaviK24@web.de):

"Wir sind - Ihr"
schreibt die Autorin und Polizeibeamtin Verena Darms am 05.11.2011 in ihrem Beitrag "Ihr und wir" hier auf dieser Seite.

Ich kann nur aus vollstem Herzen und als "Zivilist" oder besser Mitbrger antworten:

Ja, Ihr seid wir! Und Ihr seid sogar unsere bessere Seite, denn Ihr riskiert jeden Tag Eure Gesundheit, damit wir in Frieden leben knnen. Dafr an dieser Stelle ein einfaches aber herzliches DANKE SCHN!


(531)
Am 01.11.2011 um 09:13 Uhr schrieb Karl Heinz Weber aus Kulmbach (karl-heinz-weber@web.de):

Hallo,
ich bin heute durch facebook auf eure homepage aufmerksam geworden. Ich bin seit mehr als 40 Jahren Polizeibeamter und gehe im Mrz 2011 in Ruhestand. Ich werde mich auch als Autor versuchen, denn in 4 Jahrzehnten sammelt sich einiges an, was man nicht unbedingt fr sich behalten will.
KHW


(530)
Am 30.10.2011 um 14:47 Uhr schrieb C.B. (CarolaBauer11@gmx.de):

Guten Tag,
nachdem mein Sohn vor ein paar Monaten festgenommen wurde und dies nicht sehr "sanft" erfolgte, fragte ich mich danach, warum ich eigentlich Steuergelder fr eine solche Institution "Polizei" bezahle. Danach kamen noch weitere eher "negative" Begegnungen mit der Polizei (hufig im Zusammenhang mit dem Geschehen zuvor).
Da ich meinte bisher eine gute Mutter zu sein, machte ich mich im Internet auf, um Foren zu suchen, in denen ich ber die "bse Polizei" schimpfen konnte. Da ich ja nicht glaubte, dass mein Sohn einen Fehler begangen hatte... Nun, jetzt ahne ich, dass ich mehrfach in die falsche Richtung schaute und nicht wahrhaben wollte, was dort drauen in der wirklichen Welt vor sich ging.
Die Internetseite der Polizeipoeten, aber auch gerade ein Buch "Jeden Tag den Tod vor Augen" hat meinen Blick erhellt.
In Anbetracht der Ereignisse in meiner Familie denke ich, dass ich nicht mehr auf die Polizisten schimpfen sondern mich bei ihnen bedanken sollte.
Dies mchte ich hiermit bei ihnen tun, auch wenn die Polizisten die damals meinen Sohn verhaftet haben, dies nicht mitbekommen.
Danke fr ihre Arbeit und Danke fr ihren Einsatz.

Mein anfnglich negatives Bild der Polizei hat sich gewandelt.

Gott schtze die Polizisten.
C.B.


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