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(541)
Am 26.12.2011 um 00:26 Uhr schrieb Johanna aus Sulzbach - Rosenberg (johanna.decker@t-online.de):

Hallo zusammen,erst einmal möchte ich noch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünschen. Äußerem möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Polizisten für ihren täglichen Einsatz bedanken.DANKESCHÖN!!! Ich weiß es ist nicht immer leicht diesen Job zu machen. Macht einfach weiter so und passt alle auf euch auf!! Desweiteren möchte ich mich bei Janine Binder für ihr tolles Buch bedanken,mach weiter so!! Dein Buch ist echt klasse,lese es jetzt schon zum zweiten mal.Es gibt mir irgendwie Mut und Kraft für meine Einstellunstest bei der Polizei,den ich bald haben werden. Bin nämlich auch nicht gerade die Größte.Aber dein Buch hat mir gezeigt,dass es nicht immer auf die Größe ankommt.Wenn man etwas unbedingt will,dann schafft man es auch!


(540)
Am 24.12.2011 um 19:22 Uhr schrieb H.-Thomas Wieland aus 70190 Stuttgart (663006.729456@kabelbw.de):

Will euch allen von HERZEN danken!!Euer Einsatz ist nicht nur einfach ein Job.Als ich noch jünger war,wollte ich auch zur Polizei.Wurd nix draus.Heut bin ich "ehrenamtlich"bei Business Crime Control (Sektion Stuttgart)als Beisitzer im Vorstand. Was kann ich euch wünschen?Das was ihr euch wünscht.


(539)
Am 06.12.2011 um 21:44 Uhr schrieb Claudia Schneider aus Fürth (claudia.schneider@franken-online.de):

Liebe Leser, liebe Polizisten

als ich Kind war, hat man mir beigebracht, meinem Gegenüber mit Respekt zu begegnen. Man hat mir aber auch immer wieder gesagt, wo ich um Hilfe bitten und wem ich vertrauen könne: wenn ich mich verlaufen sollte, nicht mehr weiter wisse, mich bedroht fühlte – dann sollte ich den nächsten Polizisten ansprechen oder die nächste Polizeiwache aufsuchen. Dieses Vertrauen habe ich mir bewahren können – und den Respekt vor Menschen, die sich nicht zuletzt um meinetwillen in Gefahr begeben, Nachtschichten schieben, mein Eigentum schützen und undund.
An genau diesem Respekt mangelt es unserer Gesellschaft, und genau aus diesem Grund fliegen bei Demos Pflastersteine und bei Fußballspielen Feuerwerkskörper. Und aus reiner Menschenverachtung werden dann auch kaltblütig Menschen erschossen, die wie "Ihr und Wir" sind und nur einen besonderen Beruf gewählt haben. Für diese Berufswahl sollten wir ihnen Achtung entgegenbringen und für ihre tägliche Arbeit dankbar sein. Ich bin es, und ich wünschte andere wären es auch. Es täte unserer Gesellschaft gut, und dann wäre es auch keine Diskussion wert, ob man um solche Menschen "mehr" oder "anders" trauert als um andere.
Claudia


(538)
Am 27.11.2011 um 19:20 Uhr schrieb Susanne Kottmann aus Stuttgart (Susanne.Kottmann@arcor.de):

Bravo lieber Elmar,

endlich hat mal ein Polizist sehr deutlich gesagt, dass es ihm persönlich sehr weh tut und er sich verletzt fühlt, wenn er solche Äußerungen angesichts getöteter oder schwer verletzter KollegInnen hört wie \"höheres Berufsrisiko, hätte er/sie halt einen anderen Beruf ergriffen\" etc.

Jawohl, solche Äußerungen sind in der Tat zynisch und menschenverachtend. Diejenigen, die so etwas sagen bzw. so argumentieren stehen mit ihrer Gesinnung auf einer Stufe mit den Tätern. Solche Äußerungen können jedem Polizisten nur weh tun bis ins Mark.

Ich war und bin unsäglich traurig über jede(n) Polizisten/Polizistin der/die verletzt oder getötet wird.

Ihr Eintrag, lieber Elmar, ist goldrichtig.


(537)
Am 27.11.2011 um 16:09 Uhr schrieb vendog aus Köln (blankespapier@gmail.com):

Interessant! Ein poetischer Beamter mit so vielen Talenten ausgestattet. Die Krimis gefallen mir (I like). vendog


(536)
Am 24.11.2011 um 18:53 Uhr schrieb Stefanie Lechermann aus Oberbayern (stefanielechermann1@gmail.com):

Das Drama von Augsburg! Als ich davon hörte, harderte ich mit meiner Berufswahl ersteinmal!
Ich kann mich sehr gut in die Lage seiner Frau hineinversetzten, denn mein Freund ist selbst Polizist und war auch danach bei der Suche nach dem Mörder beteiligt. Ich wusste das er in dem Augenblick dort war, aber per SMS kam immer nur:"Ich will nicht darüber reden!". Was macht man in diesem Moment? Ihn anrufen? Eine Kollegin, die mit ihm vor Ort ist, dass diese mit ihm redet? Ratlosigkeit...
Wir beide lieben diesen Beruf über alles und das ist unser Antrieb ihn gut auszuführen, auch nach so einem sehr tragischen Vorfall.
MANCHMAL IST DAS HERZ STÄRKER WIE DER KOPF!
Und ersteres hat sich entschieden für die Polizei!


(535)
Am 23.11.2011 um 13:59 Uhr schrieb Christiane Neukirch aus München (Christiane.Neukirch@br.de):

Schön, dass das jemand mal so gut formuliert! Insofern auch gut, dass die Frage von dem Leser des SZ-Magezins gestellt wurde. Ist ja doch eine irgendwie seltsame Frage: Ich glaube, niemand würde auf die Idee kommen, einem Feuerwehmann vorzuwerfen, selbst schuld zu sein, wenn er in dem Beruf zu Tode kommt, den er gewählt hat, und in dem er bewusst durch Einsatz seines Lebens andere rettet. Warum kommen dann solche Fragen bei Polizisten auf, die ja doch dasselbe tun – wenn auch vielleicht auf andere Art? Würde es niemanden geben, der so einen Beruf wählt, mit dem er andere schützt, müssten wir unseren eigenen Kopf unfreiwillig in Gefahr sehen. Also sei allen Dank gesagt, die das – auch noch freiwillig! – tun.


(534)
Am 23.11.2011 um 12:33 Uhr schrieb Elmar Heer aus Nürnberg (elmarheer@t-online.de):

Liebe Polizei-Poeten, Kollegen und Besucher dieser Homepage,

viele dieser Geschichten hier handeln von schrecklichen, prägendenden Ereignissen, der Begegnung mit dem Leid anderer Menschen. Aber auch von eigenen Nah-Tod-Erfahrungen durch Dritte, die ein anderer Beruf so kaum mit sich bringen würde.

Nach den schrecklichen Morden an Michele Kiesewetter 2004 und Mathias Viet im August 2011 habe ich vermehrt Kommentare hören und lesen müssen, von „Na und? Schließlich hat sie/er bewusst das Risiko auf sich genommen“ bis „Selber schuld, als Bäcker wäre ihm/ihr das nicht passiert“.

Hierzu möchte ich einen Leserbrief aus der Süddeutschen Zeitung (Magazin vom 18.11.11, „Die Gewissensfrage“) mit der bemerkenswerten Antwort darauf von Dr. Dr. Rainer Erlinger zitieren:

Gewissensfrage:
»Vor Kurzem wurde in Augsburg ein Polizist im Dienst erschossen. Das finde ich schrecklich, er und seine Familie tun mir sehr leid. Über den Mord wurde überall berichtet, auf Titelseiten, die Spieler des FC Bayern trugen Trauerflor deswegen. Nur: Jedes Jahr werden in Deutschland Hunderte von Menschen ermordet, ohne dass das größeres Aufsehen erregt. Und Polizisten haben sicher ein höheres Risiko, getötet zu werden, das gehört zu ihrem Beruf, den sie freiwillig ergriffen haben. Ist es nicht seltsam, den Tod eines Menschen mehr zu bedauern, weil er eine bestimmte Position hatte?« Rainer S., München

Antwort:
„Die Trauer um den Tod von Menschen, die man nicht kannte, ist ein eigenartiges Phänomen. Viele Millionen haben etwa um Prinzessin Diana oder Robert Enke getrauert, ohne ihr oder ihm jemals begegnet zu sein. Mit ein Grund liegt sicherlich in der medialen Präsenz des oder der Toten und des Todes. Ein Tod, über den ausführlich berichtet wird, speziell, wenn man den Toten mit einem Gesicht und einer Biografie verbindet, geht emotional näher als ein anonymer Bericht über das Ereignis oder gar eine statistische Zahl. Dies dürfte auch hier der Fall sein.

Wie aber steht es um die Tatsache, dass für Polizisten das Risiko zu ihrem Beruf gehört und sie das Risiko freiwillig eingegangen sind? Im Hinblick auf die Person, den Menschen, der getötet wurde und dessen Tod man bedauert, darf dieser Aspekt keinen Unterschied machen. Im Hinblick auf seinen Beruf und die Übernahme der Gefahr meines Erachtens schon – wenn auch eher umgekehrt, als es bei Ihnen anklingt.

In seinem gerade erschienenen Mammutwerk Gewalt zeigt der Evolutionspsychologe Steven Pinker auf, dass die Gewalt in den letzten Jahrhunderten massiv zurückgegangen ist. So sei die Mordrate in den europäischen Ländern seit dem Mittelalter von durchschnittlich 40 pro 100 000 Einwohner auf weniger als ein Dreißigstel des damaligen Werts gefallen. Pinker führt das unter anderem auch auf das erstarkte und akzeptierte Gewaltmonopol des Staates zurück und damit auf die Polizei. Bei aller gesunden und teilweise berechtigten Skepsis gegenüber dem Staat, seiner Gewalt und möglichen Exzessen bedeutet das, dass die Polizisten die Gefahr stellvertretend für die Bürger übernehmen, anders ausgedrückt: ihren Kopf hinhalten. Ein Polizist mag die Aufgabe und damit das Risiko freiwillig übernommen haben, dennoch steht jeder Polizist, der im Dienst getötet wird, im weitesten Sinne – weil er das Gewaltmonopol repräsentiert und ermöglicht – anstelle der vielen, die deshalb nicht ermordet werden. Damit aber kann man die besondere Trauer um ihn als Dankbarkeit dafür auffassen, dass er diese Gefahr auf sich genommen hat. Überdies lässt sich der Angriff auf den Polizisten aber auch als Angriff auf den Staat und damit die Gemeinschaft begreifen und die gemeinschaftliche Trauer – abgesehen vom Ereignischarakter – als Reaktion darauf.“

Dem dürfte nichts mehr hinzuzufügen zu sein.


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