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(425)
Am 11.10.2008 um 13:03 Uhr schrieb Heinrich J. Prinz aus Mnchen (hj.prinz@t-online.de):

Liebe Freunde der Polizeipoeten, liebe Polizeipoeten,

unlngst habe ich mich nher mit dem Internetforum der Polizei-Poeten befasst, zu denen ich an sich auch gehre und darin lngst meine Kriminal- und Polizeiromane prsentiere. Ich, lngst pensionierter Kriminalbeamter (Jahrgang 1932), habe mich lange darum herumgedrckt, ins Internet zu gehen, in dem man auf Klick und Link von Kriminellen belauert wird.

Beim Stoibern, h Stbern durch das Forum war ich dann doch berrascht, wie viel schreibende Polizisten darin vorgestellt werden. Noch mehr berraschte mich, wie viel positive Zuschriften die Polizei-Poeten zu verzeichnen haben. Habe ich doch in meinem Berufsleben, insbesondere ab der Zeit gesellschaftlichen Wandels Ende der 1960er Jahre, auf den die Generation der "68er" nach nunmehr 40 Jahren so stolz auf ihr "erfolgreiches Wirken" ist: auf 40 Jahre moralischen Niedergang und sittlichen Verfall, Straengewalt und Terror, berproportional steigende Rauschgiftkriminalitt u.a. unrhmliche Entwicklungen. Wir Polizisten, bis dahin anerkennend "Schandi" (Gendarm) genannt, mutierten pltzlich zu "Bullen" - Synomym fr mnnliche Rinder, die mit gesenkten Hrnern wutschnaubend im Sand scharren. Ich habe diese Entwicklung von Beginn bis zum vorlufigen Ende voll mitgekriegt, kam nach zehn stressigen Jahren bei der legendren, im Schichtdienst fr Soforteinstze im ganzen Stadtgebiet zustndigen Funkstreifenabteilung beim kriminalpolizeilichen Staatsschutz gerade zurecht zu der damaligen sogenannten Studentenrevolution, einer antiautoritren, als Fundamentaloposition gegen die parlamentarische Demokratie auftretenden Protestbewegung, die die BRD mit gewaltttigen Auseinandersetzungen auf der Strae und einer Welle des Terrors heimsuchte und zahllose verletzte und auch tote Polizisten forderte. Fr mich als Einsatzplaner, der ich die Einstze bei den zahllosen Demonstrationen und Institutsbesetzungen etc. der kommunistischen Studentenorganisationen gegen den Vietnamkrieg, gegen Imperialismus und Gott und die Welt vorzubereiten hatte, fr den Schutz gefhrdeter VIPs etc. sorgen musste, neuerlich Stress pur. Oft genug war ich dabei selbst als Kommandofhrer eingesetzt und erinnere mich sehr wohl an den Hass, der uns Polizisten entgegenschlug. Die verbrecherische Baader-Meinhof-Bande - in den Medien noch heute heroisierend als RAF bezeichnet - machte uns darber hinaus zu schaffen. Dann waren die Sicherheitsvorkehrungen fr die XX. Olympischen Spiele 1972 zu planen, die mir schon Monate zuvor keinen freien Tag mehr lieen. Noch Jahre danach stieg es mir bitter die Kehle hoch, wenn ich an den berfall der palstinensichen Terrorgruppe "Schwarzer Septemer" erinnert wurde. Mussten wir doch die Maschendrahtumzhnung des Olympischen Dorfes, in dem auch die israelische Olympiamannschaft untergebracht war, ungesichert lassen, nachdem die Weltpresse nach einer internationalen Leichtathletikveranstaltung ein Jahr davor - unser Test in punkto Sicherheitsmanahmen - schrieb: "Das merkt euch ihr Deutschen: Polizei, Stacheldraht, Hunde wollen wir 1972 nicht wieder sehen. Das erinnert uns zu sehr daran, dass Mnchen bei Dachau liegt." Die Politik kuschte, und der "Schwarze September" hatte diese unsere Schwachstelle bald herausgefunden, stieg mit ihren Kalaschnikows in den Sporttaschen einfach ber den Zaun und fiel ber die Isaelis her, von denen letztlich keiner berlebte - und bei dem Befreiungsversucht auf dem Flughafen Frstenfelsbruck auch ein Mnchner Polizist ums Leben kam. Gab es damals doch noch noch keine Spezialeinsatzkommandos wie heute. Freiwillige Polizisten mit G3-Gewehren der Bundeswehr (mit ungewohntem Lochvisier) waren es, die militrisch ausgebildete Terroristen niederkmpfen sollten.

Ich knnte Ihnen, verehrte Leser, noch viel erzhlen ber meinen weiteren beruflichen Weg, der letztlich damit endete, dass ich aus gesundheitlichen Grnden drei Jahre vor der regulren Ruhestandsversetzung in Pension gehen durfte - froh und glcklich darber, einen der zwar schnsten, aber doch sehr stressigen und frustrierenden Berufe endlich ausgestanden zu haben. Sie knnen meinen beruflichen Werdegang aber auch in meinem (Polizei-)Roman BITTERE ERKENNTNIS verfolgen. Ich habe ihn, wie schon meinen Rauschgiftkrimi OPERATION MOHNBLUME und danach meinen Polizeireport SCHATTENSEITEN EINER GROSSSTADT, im Selbstverlag herausgegeben, nachdem mein vormals erschienener Mystery-Krimi DIE RACHE EINER TOTEN einer Verlagspleite zum Opfer fiel.

Meine selbstverlegten Titel knnen Sie nur ber mich unter Tel./Fax 089/70009913 oder E-Mail hj.prinz@t-online.de beziehen. Gern signiere ich bestellte Bcher oder versehe sie mit Widmungen fr Angehrige, Kollegen oder Freunde, etwa zu Geburtstagen, Befrderungen oder sonstigen Anlssen. Meine brigen Titel erhalten sie auch bzw. vorzugsweise ber Amazon.de.

Altgediente Polizei- und Kriminalbeamte tun sich natrlich leicht in der Darstellung der Polizeiarbeit, whrend "zivile" Autoren sich meist erst schlau machen mssen, wie das denn so ist bei der Polizei. Was mich betrifft muss ich gestehen, dass mich die Bildschirmscheinrealitt so mancher Fernsehkrimis so gar nicht anmacht. Von Kriminalistik haben "zivile" Autoren und Regiseure nun einmal wenig Ahnung. Wogegen Polizeibeamte meist von Dramaturgie nicht viel verstehen. Gleichwohl bin ich in meinen Romanen um Spannung bemht, wenngleich ich vorrangig bestrebt bin, dem Brger bzw. Leser die hufig stressige, oft frustrierende und meist nicht ungefhrliche Ttigkeit der Polizei- und Kriminalbeamten/Innen unserer Tage vor Augen zu fhren.

Freundliche Gre aus Mnchen und gute Unterhaltung mit den literarischen Ergssen von uns Polizistinnen und Polizisten.

Heinrich J. Prinz
EKHK a.D., Fach- und Krimiautor




(424)
Am 28.09.2008 um 20:26 Uhr schrieb Claudia Schneider aus Frth (claudia.schneider@franken-online.de):

Liebe Polizei-Poeten, liebe Leser,
Nach der Lektre der drei Bcher und etlicher Eintrge dieser Website kann ich nur feststellen: Weniges passt so gut wie ein Zitat von Franz Kafka:
"Ich glaube, man sollte berhaupt nur solche Bcher lesen, die einen beien und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schdel weckt, wozu lesen wir es dann? Damit es uns glcklich macht ? Glcklich wren wir eben auch, wenn wir keine Bcher htten, und solche Bcher, die uns glcklich machen, knnten wir zur Not selber schreiben. Wir brauchen aber die Bcher, die auf uns wirken wie ein Unglck, das uns sehr schmerzt, ein Buch muss die Axt sein fr das gefrorene Meer in uns. Das glaube ich."
(aus: Franz Kafka, Gesammelte Werke, Fischer-Verlag 1958).
Eure Texte gehren zum Wichtigsten, was ich in den letzten Jahren gelesen habe - herzlichen Dank Euch allen!
Claudia



(423)
Am 24.09.2008 um 08:03 Uhr schrieb Karlheinz Wedl aus Mnchen (karlheinz.wedl@yahoo.de):

Hallo,
fr die morgige Lesung wnsche ich euch alles Gute und viel Applaus. Leider kann ich aus familiren Grnden nicht dabei sein. Aber so seid ihr Mdels wenigstens unter euch.

Liebe Gre von
Karlheinz Wedl


(422)
Am 20.09.2008 um 23:14 Uhr schrieb Adi Siebert aus 34123 Kassel (Kasseler_1953@yahoo.de):

Als Frauen vor ber 20 Jahren in den Polizeidienst eingetreten sind gabs z.T. einen Aufschrei sowohl unter den aktiven und zum Teil lngst pensionierten Polizisten als auch unter der ( weibl. und mnnl. ) Bevlkerung.
Dass es heute anno 2008 noch immer Zweifler gibt die massivst dagegen voreingenommen sind, ist auch hinlnglich bekannt. Dass diesen BrgerInnen u. Kollegen anhand der geschilderten Erlebnisse in Die Angst ist Dein grsster Feind eben diese angesprochenen Zweifel genommen werden htte ich mir sehr gewnscht, doch leider wird dieser so glaube ich ein unerfllter bleiben. Sie, diese ewigen Nrgler und Kritiker werden auch nach Lesen und dem Versuch sich einzudenken, zu verstehen, sich einzufhlen in die Psyche der Frau in Funktion als Polizeibeamtin unbelehrbar ihre Meinung weiterhin vertreten : Dass Frauen als Polizeibeamtinnen schlicht fehl am Platze sind !
Eine von mir sehr geschtzte Dame der Zunft soziale Psychologie sagte anl. eines Forum einmal, was ich heute noch als eines der mir entgegengebrachten grssten Komplimente erachte, einer Ehrung fast schon gleich : Ein Mann kann sich in keine Frau, in deren Gefhlswelt, hineinversetzen, es wird ihm nie gelingen, Adi zumindest gibt es nicht auf Lest das Buch ( zu beziehen ber www.polizei-poeten.de ) und versucht es auch, Ihr die Mnner die an der Sensorik des Femininum Interesse habt dieses wenigstens halbwegs zu begreifen. Dahinter kommen wir Mnner nie, aber wir lernen, dass es gut ist Frauen im Polizeidienst integriert zu haben und begreifen die Berechtigung des Vorhandensein der Frauen in Polizeiuniform und im kriminalpolizeilichen Dienst. Und abschliessend : Seht die Polizeibeamten als Mnner, die Polizeibeamtinnen als Frauen, seht nicht einfach nur die Polizei !



(421)
Am 15.09.2008 um 15:36 Uhr schrieb Melly aus Frankfurt am Main (Melanie.S@gmx.net):

Hallo,

ich wei nicht ganz wie ich diesen Gstebuch eintrag anfangen soll.
Ich habe durch Zufall, kann man sagen das dritte Buch "Die Angst ist dein grter Feind Polizistinnen berichten" gelesen und bin total fastziniert von den wahren Geschichten der einzelnen Polizeibeamten.
Ich finde es super das Polizeibeamte ber ihre Erlebnisse schreiben und somit einiges verarbeiten knnen und auch anderen Menschen einblicke in die tgliche Arbeit gewhren.
Nun habe ich alle drei Bcher zuende gelesen und muss euch einfach ein groes Lob aussprechen, fr das alles was ihr fr uns tag tglich in kauf nehmt und somit euer eigenes Leben aufs Spiel setzt.
Ja, das wars was ich los werden wollte ;)

Macht weiter so und passt immer gut auf euch auf!

Liebe Gre an alle Polizeibeamte/innen.

Liebe Gre eure Melly.


(420)
Am 11.09.2008 um 18:08 Uhr schrieb Karl-Heinz Wacker aus 47441 Moers (karl.heinz-wacker@t-online.de):

Hallo Herr Innenminister

Hallo- Herr Innenminister, verzeih`,
es ist nicht nur Ihre, sondern auch meine Polizei,
die schlecht bezahlt und schlecht beraten,
in ihrem Dienst kommt oft zu schaden.

Hallo- Herr Innenminister, verzeih`,
es ist nicht nur Ihre, sondern auch meine Polizei,
im Dienstgebrauch oft angeschmiert,
dass sie die Lust zur Wach` verliert.

Hallo- Herr Innenminister, verzeih`,
es ist nicht nur Ihre, sondern auch meine Polizei,
statts Speck fr Renten und Pensionen,
empfngt sie Erbsen oder Bohnen.

Hallo- Herr Innenminister, verzeih`,
es ist nicht nur Ihre, sondern auch meine Polizei,
die unterbezahlt uns soll bewachen
und hat dafr oft nichts zu lachen.

Hallo- Herr Innenminister, verzeih`,
es ist nicht nur Ihre, sondern auch meine Polizei,
doch wo Beamten Opas werden
wird deren Wachsamkeit auch sterben.

Hallo- Herr Innenminister, verzeih`,
es ist nicht nur Ihre, sondern auch meine Polizei,
die spt und falsch auch eingesetzt,
in ihrem Dienst oft wird verletzt.

Hallo- Herr Innenminister, verzeih`,
es ist fr den Brger die Polizei
und nicht der Bttel der Politik,
doch weil es so ist, b` ich hier Kritik.

- Wir Trucker empfinden uns, in der Mehrzahl, nicht als die Feinde der Polizei, denn auch wir meinen: Kontrollen mssen sein !
Der Arbeitsplatz, der Beamten im Straenverkehr und der, der Trucker sind - DIE STRASSEN denn auf denen leben wir, essen wir, schlafen wir, schei wir, und manches mal sterben wir auch auf diesen

Gesendet 1995 an den Innenminister des Landes NRW und wurde mit einem so, genannten pauschalen Schreiben, von seinem Vorzimmer Abfangbro beantwortet .

K.-H. ( Henk ) Wacker

Ps.: Wegen Schreibfehler in meiner E-Mailadresse nochmals die Wiederholung.
K.-H. Wacker


(419)
Am 10.09.2008 um 18:48 Uhr schrieb Karl-Heinz Wacker aus 47441 Moers (karl.heinz-wacker@t-online.de):


Die Wache ...

Am Rande dieser Autobahn
auf Wache -Tag und Nacht-
wo oft das Schicksal vorbei kam,
im Trost, im Leid und Ach.

Manch` Ruber flchtete vorbei,
doch er entkam uns nicht,
denn wir, auf Wache - Polizei
haben ihn doch erwischt.

Wohl viele Kreuze blieben steh`n
am Rand` der Autobahn,
man konnte sie noch lange seh`n
als Zeugnis manchem Wahn.

Viel Blech fr Schrott, l und Gestank,
zerfetzt so mancher Leib,
blieb liegen auf dem Betonband,
ward weg geschafft zur Zeit.

Heut` hier die Mutter, Vater,Tante,
der Bruder und das kleine Kind,
wer weis,wer morgen stirbt am Rande,
wohl die, die nicht Herr ihres Autos sind.

Auch den Kollegen in Gedanken,
die da im Dienst verletzt und tot,
einst hier in dieser Wache standen,
fr Recht und Hilfen in der Not.

Am Rande dieser Autobahn,
zur Wache- Tag und Nacht-
doch mancher hier vorbei auch kam,
der nie sah, was sie wohl bewacht.

Moers,den 9/10/08
K.-H. Wacker





(418)
Am 10.09.2008 um 18:44 Uhr schrieb Karl-Heinz Wacker aus 47441 Moers (karl.heinz-wacker@t-online.de):

Volkes Wchter ...

Schlecht bezahlt und oft gemieden,
viele gebraucht wie auch begehrt
Polzeibeamte bieten,
Schutzfunktionen mit viel Wert.

Schlecht gestellt im Berufsleben,
berstunden nie entlohnt
und durch Politik, meist eben,
ausgenutzt und nie geschont.

Dreimal Schichten aufgezwungen,
Befrderungen oft verwehrt,
doch mit Rechten, die gelungen,
unterrichtet und belehrt.

Umgang mit dem Volk befohlen,
dienstlich Strafend abverlangt,
Blicke, wer hat was gestohlen?
Da es selbst dem Brger bangt.

Rechtlich in Zwngen eingebunden,
im physischen Druck oft maltrtiert,
gentigt zum Wachen zu viele Stunden,
damit man ihre Allmacht sprt.

Dienstlich zum Dienen wohl verpflichtet,
als Schutzschild fr den Staat, die Macht,
doch im Volk nur dann gesichtet,
wo zum "Bullen" man sie macht.

Oft in Gefahr amtlich zu sterben,
meist berlastet, mehr auch nicht?,
Doch wo sie kaum gewrdigt werden,
verletzt der Brger auch seine Pflicht!

Moers,den 14.03.1989
K.H.Wacker



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